Informationen für Angehörige und Betroffene

 

Wenn Sie in einer akuten Notlage sind:
Rufen Sie Hilfe über die

Notrufnummer 112

 


 

Sie haben etwas erlebt, das Sie nicht mehr loslässt...

Sie haben etwas erlebt, das nicht alltäglich war, das Sie aus der Bahn geworfen hat, das Ihren Alltag nachhaltig verändert hat.

Sie sind Überlebende/er, Angehörige/er, Hinterbliebene/er, Zeuge und/oder Vermissende/er und wollen sich über informieren, wie es jetzt weitergehen kann.

  • Weil die erlebten schrecklichen Bilder oder Situationen immer wieder kommen.
  • Weil das Leben nicht mehr so ist, wie vor dem Ereignis.

Wir können Ihnen einige Hinweise geben und helfen, eine Anlaufstelle zu finden, bei der Sie gut aufgehoben sind.


 

Wie können sich belastende Ereignisse auswirken?

In den ersten Stunden und Tagen nach einem schrecklichen Ereignis können Sie z.B. die folgenden Erfahrungen machen:

  • Sie haben das Gefühl, neben sich zu stehen
  • Sie haben das Gefühl, Ihnen wird der Boden unter den Füßen weggezogen
  • Sie haben ungewohnt viel Angst
  • Sie erleben Albträume oder Zwangserinnerungen
  • Sie haben Einschlaf- oder Durchschlafstörungen

Im Lauf der ersten Wochen verringern sich diese Erfahrungen meistens

  • Sie können wieder besser schlafen
  • Sie müssen nicht ständig an das schlimme Ereignis denken
  • Sie empfinden wieder Freude an schönen Dingen oder Erlebnissen
  • Sie haben wieder Appetit
  • Sie können wieder Entscheidungen treffen

Nach dem ersten Monat sollten die oben genannten Erfahrungen abgeklungen sein.

Falls sich die oben genannten Erfahrungen nicht deutlich gebessert haben, sollten Sie einen Facharzt oder eine Beratungsstelle aufsuchen.

Zum Nachlesen

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz hat diese drei informationsbroschüren herausgegeben:


 

Wo bekomme ich Hilfe, wenn mich das Erlebte nicht mehr loslässt?

Ihr erster Ansprechpartner ist immer Ihr Hausarzt / Ihre Hausärztin, den/die sie schon lange kennen. Erzählen Sie, was Ihnen passiert ist und was Ihnen zu schaffen macht. Der Hausarzt / die Hausärztin kann Sie ggf. an einen Facharzt weiterverweisen.

Eine andere Möglichkeit ist, sich an eine Fachstelle zu wenden. Auf unserer Seite Weiterführende Hilfsangebote finden Sie dazu ein paar Anlaufstellen in München.

Sollten Sie nirgends fündig werden, können Sie uns zu den üblichen Bürozeiten kontaktieren, sodass wir mit Ihnen gemeinsam überlegen, wo Sie am besten Hilfe bekommen.